Higgsfield: Wie Unternehmen mit ChatGPT-Prompts bessere KI-Videos erstellen

KI-Tools gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Manche schreiben Texte, andere erstellen Bilder und wieder andere gehen noch einen Schritt weiter und verwandeln Ideen direkt in Videos. Eines dieser Tools ist Higgsfield.

Die Plattform konzentriert sich auf KI-generierte Videos und Bilder und bündelt verschiedene Video-Modelle wie Kling, Veo, Sora oder Seedance in einem einzigen Workspace. Das heißt, man kann unterschiedliche Modelle direkt testen, vergleichen und je nach gewünschtem Ergebnis das passende auswählen.

Doch auch wenn KI-Videos auf den ersten Blick wirken, als müsste man einfach nur einen Satz eingeben und schon ist das Ergebnis fertig, steckt dahinter deutlich mehr. Der eigentliche Schlüssel liegt im Prompt, also in der Beschreibung, die man der KI gibt. Und genau hier kommt ChatGPT ins Spiel.

Was ist Higgsfield?
Higgsfield ist eine KI-Plattform, mit der sich Videos aus Texten, Bildern oder bestehenden visuellen Ideen erstellen lassen. Man beschreibt also, welche Szene entstehen soll, welchen Look das Video haben soll, welche Kamerabewegung passt und wie sich Personen, Produkte oder Objekte im Bild bewegen sollen.

Für Unternehmen ist das vor allem deshalb spannend, weil sich Content-Ideen so viel schneller visualisieren lassen. Statt für jede erste Idee gleich ein komplettes Shooting zu planen, kann man mit KI vorab testen, wie eine Szene überhaupt aussehen könnte. Das spart Zeit und macht kreative Richtungen schneller greifbar.

Warum ChatGPT beim Prompten so wichtig ist:
Ein Prompt ist bei KI-Videos nicht einfach nur eine kurze Beschreibung. Je präziser der Prompt, desto besser versteht das Tool, was am Ende rauskommen soll. Ein guter Prompt beschreibt also nicht nur den Inhalt der Szene, sondern auch Stimmung, Perspektive, Bewegung, Licht, Stil und Ziel des Videos.

Statt also nur zu schreiben:

„Eine Person kocht Tteokbokki.“

funktioniert ein detaillierter Prompt deutlich besser:

„Eine moderne, helle Küchen-Szene im Social-Media-Stil. Eine junge Person bereitet koreanische Tteokbokki in einer Pfanne zu. Close-up auf Ricecakes in roter Sauce, Enoki-Pilze werden eingerührt, anschließend wird Mozzarella darübergelegt. Die Kamera wechselt zwischen Vogelperspektive, Handheld-Close-up und detailreichen Food-Shots. Der Look ist appetitlich, natürlich, warm und wie ein hochwertiges UGC-Video für TikTok.“

Genau hier hilft ChatGPT. Man gibt seine Grundidee ein und lässt sich daraus einen sauberen, strukturierten Prompt erstellen. Besonders hilfreich ist das, wenn man zwar weiß, was man zeigen möchte, aber nicht direkt in Kameraeinstellungen, Lichtstimmungen oder visueller Dramaturgie denkt.

Unser Test mit MAM Supermarket:
Wir haben Higgsfield intern bereits für unseren Kunden MAM Supermarket ausprobiert. Dabei ging es vor allem darum, Content-Ideen rund um den MAM Onlineshop, asiatische Lebensmittel und virale Rezeptideen visuell weiterzudenken. Gerade bei Food-Content ist das spannend, weil solche Videos stark von Atmosphäre leben: Zutaten, Bewegungen, Texturen, Close-ups und ein Look, der Lust macht, das Rezept direkt nachzukochen. Plant man etwa ein Video zu Tteokbokki, reicht es nicht, einfach nur das Gericht zu nennen. Man muss der KI erklären, welche Produkte vorkommen, wie die Szene aufgebaut ist und welche Stimmung das Video transportieren soll. Der Prompt wird so quasi zu einer kleinen Regieanweisung.

Wo KI-Videos noch Grenzen haben:
So spannend die Möglichkeiten auch sind, KI-Videos sind nicht immer perfekt. Gerade bei Produkten, Logos, Händen oder realistischen Bewegungen kann es noch zu Fehlern kommen. Deshalb sollte man KI nie blind als fertiges Endprodukt sehen, sondern eher als Teil des kreativen Prozesses.

Für Unternehmen heißt das: KI eignet sich super für Moodboards, Storyboards, erste Videoideen oder ergänzende Visuals. Wenn ein Produkt aber exakt gleich aussehen muss, ist Vorsicht angesagt und es braucht echte Produktbilder, klare Referenzen und präzise Prompts.

Higgsfield zeigt, wie schnell sich Content-Produktion gerade verändert. Was früher lange Konzeptphasen, Shootings und viel Produktionsaufwand gebraucht hat, lässt sich heute zumindest als erste Idee in kurzer Zeit sichtbar machen. Der entscheidende Punkt ist dabei aber nicht das Tool an sich, sondern die Art, wie man es nutzt. Wer bessere Prompts schreibt, bekommt bessere Ergebnisse. Und genau deshalb ist die Kombination aus ChatGPT und Higgsfield so spannend: ChatGPT hilft dabei, aus einer einfachen Idee eine klare visuelle Anweisung zu machen und Higgsfield setzt diese Anweisung dann in bewegte Bilder um.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: KI-Video ist kein Ersatz für Kreativität, sondern ein neues Werkzeug, um kreative Prozesse schneller, flexibler und experimenteller zu gestalten. Gerade dort, wo Trends schnell entstehen und Content laufend neu gedacht werden muss, können Tools wie Higgsfield einen echten Vorteil bieten.

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